Vögel

In mehr als 60 Jahren konnten die genannten Beobachter bei insgesamt 102 Arten Brutvogelstatus nachweisen oder Brutverdacht annehmen. Darunter sind die Arten der Roten Liste Sperber, Rot- und Schwarzmilan, Baumfalke, Wachtel, Kranich, Tüpfelralle, Bekassine, Waldschnepfe, Waldwasserläufer, Hohltaube, Turteltaube, Eisvogel, Wiedehopf, Ziegenmelker, Wendehals, Heidelerche, Steinschmätzer, Braunkehlchen, Gartenrotschwanz, Schlag- und Rohrschwirl, Drosselrohrsänger, Schilfrohrsänger, Sperbergrasmücke, Sommergoldhähnchen, Brachpieper, Schaf- und Gebirgsstelze, Raubwürger und  Neuntöter, aber auch so interessante Arten wie Habicht, Wasserralle, Waldkauz und Waldohreule, Schwarzspecht, Sprosser und Trauerschnäpper. Neuere Nachweise betreffen die Schellante, die sich mehr und mehr einbürgert, und mit einer Beobachtung die Wiesenralle. Außerdem wurden insgesamt 28 Arten als Nahrungsgäste beobachtet, typisch sind Weißstorch und seltener Schwarzstorch, im Winter wenn die umliegenden Seen gefroren sind Gänsesäger und Singschwan, durchziehende Erlen- und Birkenzeisige und Bergfinken, im Sommer Graureiher, Rauch- und Mehlschwalbe und Mauersegler, gelegentlich wurden auch Seeadler beobachtet, die wie die im Sommer regelmäßig das Nahrungsangebot der Löcknitz nutzenden Fischadler niedrig fliegend dem Flusslauf folgen.

Die Gesangsaktivität im Frühjahr wird durch das im gesamtem NSG durchgängige Auftreten der Grasmücken (Mönchs-, Garten-, Zaun- und seltener Sperbergrasmücke), der Rohr- und Goldammer, Fitislaubsänger und Zilpzalp, Teich- und Sumpfrohrsänger, seltener Drosselrohrsänger und Feldschwirl, Zaunkönig, Amsel und Singdrossel und sehr häufig Rotkehlchen bestimmt, durchgängig kann man den Kuckuck hören und sehen, und überall rufen die Kraniche.

 

Säugetiere

An gefährdeten Säugetierarten kommen Feldhase, Baummarder, Fischotter, Iltis und Mauswiesel vor, 2004 gelang der erste Bibernachweis, inzwischen ist die Löcknitz auf voller Länge auch über das NSG hinaus vom Biber besiedelt. Daneben finden sich zahlreich die jagdbaren Tiere Reh und Wildschwein, Fuchs und Dachs nutzen die Aue zur Nahrungssuche, und aus den umgebenden Wäldern kommen Hirsche zur Nahrungssuche in die Wiesen und Erlbrüche.

Herpetofauna                                                                                   Die Herpetofauna ist gegenwärtig mit Erdkröte, Grasfrosch, Moorfrosch, Waldeidechse, Blindschleiche, Zauneidechse, Ringelnatter und der seltenen Glattnatter vertreten, die letzten Nachweise der Kreuzotter stammen aus den 1960er Jahren.

Fischfauna                                                                                Zur Fischfauna der Löcknitz gehören nach neuesten Untersuchungen von Fredrich und Wolter 27 Arten. Wegen der Mannigfaltigkeit im Fließverhalten  gibt es sowohl rheophile Arten (Barbe, Hasel, Döbel, Aland, Rapfen, Gründling, Steinbeißer), limnophile Arten (Bitterling, Schleie, Karausche, Moderlieschen, Rotfeder, Schlammpeitzger, Dreistacheliger Stichling) als auch eurotope Arten (Stint, Aal, Blei, Güster, Giebel, Plötze, Ukelei, Karpfen, Barsch, Kaulbarsch, Zander, Hecht), die beiden bestandsfremden Arten Graskarpfen und Regenbogenforelle sind im Rückgang begriffen.

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