Überschrift

 

                                           Bericht

                     zum Arbeitseinsatz am 23. Februar 2019

 

An diesem Sonnabend trafen wir uns nach frostiger Nacht bei herrlichem Sonnenschein auf der Wiese bei Schmalenberg. 2018 hatten wir schon ziemlich alte Erlen auf der rechten Seite entfernt, heute wollten wir vorwiegend die linke Seite von Buschwerk befreien und mähen.

 

Acht Personen hatten sich angemeldet, und mit zwei Motorsensen haben wir begonnen, aber nach kurzer Zeit waren wir 13, Bernd hat kommentiert: Anmeldeverhalten schlecht! und hat noch zwei Sensen von zuhause nachgeholt. Und so haben wir mit vier Motorsensen und genügend Abträgern die ganze Wiese gemäht und beräumt.

 

Wir waren im Biberland: überall waren die charakteristischen Biberschnitte an jungen Erlen zu sehen, schräg und mit den Spuren der Zähne, und in Löcknitznähe waren dickere Bäume gefällt worden, und dort musste man auf die Löcher aufpassen die sich der Biber in Wassernähe einrichtet.

 

Morgens flogen auffällig die Kolkraben ihre Balzflüge, und gegen 11 Uhr flogen zwei Kraniche die sich in der Nähe aufgehalten hatten mit lautem Rufen weiter weg

 

 

Bemerkungen zu dem ausgefallenen Arbeitseinsatz am 9. Februar

 

Unser Ziel war ja die die seit drei Jahren nicht mehr gemähte Südwestecke der Langen Wiese bei Kienbaum, die folgerichtig schon erheblich mit Jungerlen zugewachsen ist. Sie ist für den Naturschutz bedeutsam, weil gerade dort das Steifblättrige Knabenkraut zu finden ist.

 

Wie uns von der UNB aufgegeben habe ich die Besitzerin von unserer Absicht informiert. In der Woche vor dem Einsatz hat aber der Vater der Besitzerin bei der UNB interveniert: er fühlt sich enteignet, und er will die IG Löcknitztal  nicht auf seinem Besitz sehen, es ist natürlich nur der Besitz eines Familienmitgliedes. Die Reaktion der UNB war offenbar nicht eindeutig genug: die Auskunft hätte sein müssen, die IG Löcknitztal arbeitet dort in unserem Auftrag, und in Übereinstimmung mit dem Gesetz (§ 25(3) BbgNatSchAG, Duldungspflicht in Naturschutzgebieten).

 

Nun hätten wir ja auf Krawall trotzdem unseren Einsatz machen können, aber eine vielleicht lautstarke Auseinandersetzung dort vor Ort konnte nicht in unserem Interesse sein.

 

Es kann nicht die Aufgabe eines Vereins sein, die Gesetze durchzusetzen. Wir erwarten in Folge von der UNB dass sie die Lage mit den Besitzern klärt. Wenn das nicht möglich ist, werden wir eben andere Flächen im NSG Löcknitztal in unser Programm aufnehmen, wo solche Misshelligkeiten nicht drohen.

 

Gerhard Ziebarth

Vereinsvorsitzender

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© IG Löcknitztal e.V.